Zu Gast bei der „Wundertüte“ in Ulm

Die Black Forest Panthers wollen am kommenden Samstag (15 Uhr) gegen BBU 01 Ulm ihre Stand jetzt drei Spiele andauernde Siegesserie fortsetzen.

Pascal Heinrichs geht nur sehr selten mit großer Ungewissheit in ein Spiel. Wenn die Black Forest Panthers aber am Samstagnachmittag in Ulm gefordert sind, wird genau das der Fall sein. Natürlich liegt das aber nicht daran, dass sich der 37-Jährige und sein Trainerstab nicht gewissenhaft auf den kommenden Gegner vorbereitet haben. Vielmehr ist es unmöglich, sich auf die jungen Ulmer bis ins letzte Detail einzustellen. „Ulm ist immer eine Wundertüte. Man weiß nie so genau, wer spielt“, so der Schwenninger Headcoach vor dem Duell mit der Reserve des Bundesligisten.

Devise: aggressiv und physisch

Ein weiteres Level der Ungewissheit ergibt sich selbst dann, wenn der Ulmer Kader tatsächlich feststeht: „Junge Spieler haben an sich, dass sie inkonstant sind. Es könnte sein, dass in der ersten Halbzeit alles daneben geht und sie in der zweiten Halbzeit alles treffen – oder andersherum. Jeder Spieler kann aus dem Nichts schwere Würfe treffen und 30 Punkte machen.“ Daher ist die Devise, die der Panthers-Trainer im Vorfeld der Partie an seine Schützlinge herantragen wird, eindeutig: „Wir müssen Erwachsenen-Basketball, Männer-Basketball spielen. Wir müssen aggressiv sein, sehr physisch spielen, gerade unter den Körben. Da müssen wir unsere Stärke ausnutzen. Und natürlich wird gegen diese hochtalentierten Spieler auch die Eins-gegen-Eins-Defense enorm wichtig sein.“

Um zu wissen, dass die jungen Ulmer ein ernst zu nehmender Gegner sind, muss man in Coach Pascals Augen also kein Hellseher sein. „Wir sprechen von den talentiertesten Spielern in ganz Europa“, lobt Heinrichs die Jugendarbeit des deutschen Meisters von 2023 in höchsten Tönen – und ergänzt dementsprechend: „Das wird keine leichte Aufgabe!“

Ausgeglichene Bilanz

Mit einer ausgeglichenen Bilanz von drei Siegen und drei Niederlagen sind die jungen Ulmer aktuell Tabellenachter der Regionalliga Südwest. Auf dem Papier gehen die Panthers (5:1; Dritter) also als Favorit in die Partie. Die Inkonstanz, von der Heinrichs spricht, lässt sich allein aus den Ergebnissen der vergangenen drei Partien ablesen. Auf eine deutliche Heimniederlage gegen Saarlouis (61:81) folgte ein berauschender Erfolg gegen die ACT Kassel (101:71) und daraufhin wiederum musste man sich beim VfL Bensheim knapp geschlagen geben (80:83).

Die Frage nach dem Ulmer Top-Scorer bzw. den wichtigsten Leistungsträgern ist gar nicht so leicht zu beantworten. Laut DBB-Datenbank erzielten mit Zoran Milicic, Yanu Slingerland, Christian Töws, Namori Omog und Marko Volf gleich fünf Akteure im Schnitt mindestens 14 Punkte pro Partie. Doch keiner dieser fünf absolvierte in der laufenden Saison mehr als zwei Spiele für die Regionalliga-Auswahl.

Die Panthers reisen indes mit voller Kapelle an den Ulmer „OrangeCampus“. Mit zuletzt drei Siegen in Serie haben wir uns gut von unserer ersten (und bis dato einzigen) Saisonniederlage in Gießen erholt. Diese Serie soll nun fortgesetzt werden.