Am Ende wurde es noch einmal richtig spannend, aber die Black Forest Panthers haben auch ihr zweites Saisonspiel vor heimischer Kulisse gewonnen. Beim 69:67-Erfolg gegen den MTV Stuttgart war es in den letzten Momenten vor allem die Defense, die den Sieg sicherte.
Captain startet heiß
Zu Beginn der Partie zeigte sich unser Kapitän Paul Isbetcherian von einer eher ungewohnten Seite: als brandheißer Scharfschütze. Die ersten neun Punkte der Panthers kamen allesamt in Form von erfolgreichen Dreipunktewürfen des Österreichers. Jedoch übertrug sich sein heißes Händchen zunächst nicht auf seine Mitspieler, so dass die Gäste aus Stuttgart schnell zurück in die Partie kamen. Da sich die Panthers-Defense im ersten Abschnitt durchaus schwertat, insbesondere mit Routinier Danilo Mitrovic, der zur Halbzeit bereits zwölf Punkte vorzuweisen hatte, entwickelte sich ein offener Schlagabtausch.
Im zweiten Viertel konnten sich die Panthers dann erstmals leicht absetzen. Zum einen lag das an Arik Nicholas, der in diesem Spielabschnitt starke elf Punkte erzielte – vier davon in Form von krachenden Dunks. (Wie es Gesellschafter Dario Danelutti an der Seitenlinie auf den Punkt brachte: „Arik, du Maschine!“) Zum anderen zeigte unsere Defensive mehrere Minuten lang das, was sie in der vergangenen Saison so stark gemacht hatte: mehrere Stopps hintereinander sowie daraus resultierende, schnelle Gegenangriffe. Die Stuttgarter verkürzten den Rückstand kurz vor der Pause zwar wieder in den einstelligen Bereich, doch die Panthers gingen mit einem 39:30-Vorsprung in die Kabine.
Zweiter Routinier übernimmt
Nach dem Seitenwechsel war die Partie sehr zerfahren, auf beiden Seiten konnte sich die Offense kaum vielversprechende Würfe herausspielen. Den Panthers spielte in die Karten, dass Mitrovic schon im dritten Viertel sein viertes Foul beging und daraufhin für eine Weile auf der Bank Platz nehmen musste. Doch nun war es der andere Stuttgarter Routinier, der die Gäste zurück ins Spiel brachte. Vaseleios Lampropoulos spielte die kompletten zweite Hälfte durch und erzielte dabei 17 Punkte – vor allem, weil er sich immer wieder zum Korb tankte, dabei gefoult wurde und so an die Freiwurflinie kam. Die Panthers antworteten am Ende des dritten Viertels mit einer wilden Sequenz, in der Ediz Burgunder, Daniele Minguillon und Timo Neunzling jeweils einen Dreier verwandelten und Neunzling beim Buzzer-Beater-Versuch gefoult wurde und zwei der drei fälligen Freiwürfe verwandelte.
Starke Defense
Im vierten Viertel war es dann vor allem die Defense, die uns den Heimsieg festhielt – auch wenn es bis in die letzten Sekunden hinein spannend blieb. Nach einem Dunk von Burgunder zum zwischenzeitlichen 63:52 waren die 608 Zuschauer in der Deutenberghalle endgültig angezündet. Es folgten intensive Minuten, in denen einmal mehr unser Kapitän den Ton angab – zum Beispiel mit einem Steal an der eigenen Grundlinie und dem anschließenden Assist für Pavle Danilovic. Der inzwischen auf das Parkett zurückgekehrte Mitrovic und Lampropoulos hielten die Stuttgarter jedoch bis zum letzten Angriff des Abends im Spiel. Beim Stand von 69:67 aus Panthers-Sicht verteidigte dann Isbetcherian wenige Sekunden vor der Schlusssirene Lampropoulos überragend und zwang diesen zu einem Schrittfehler. So war der zweite Sieg im zweiten Saisonspiel besiegelt.
Headcoach Pascal Heinrichs resümierte nach der Partie: „Es war nicht unser bestes Spiel, aber wir sind eben noch früh in der Saison. Unser Ziel ist es, uns Woche für Woche zu steigern – und dabei am besten zu gewinnen. Das ist uns heute zum zweiten Mal gelungen, deshalb bin ich glücklich.“
Panthers-Statistik
Minguillon (31:48 Minuten, 12 Punkte), Burgunder (30:51/7), Hoppert (27:27/8), Nicholas (26:55/13), Isbetcherian (26:55/14), Danilovic (24:18/10), Neunzling (16:54/5), Osterwalder (12:32/0), Schinkarew (02:15/0).

