Die Black Forest Panthers sind mit zwei Siegen in die neue Regionalliga-Saison gestartet. Für den kommenden Gegner gilt das jedoch auch. Uns steht also ein kniffliges Auswärtsspiel in Gießen bevor.
Wenn die Panthers am Samstagabend (18.15 Uhr) auswärts auf die Gießen Pointers treffen, dann bekommt man es mit dem „in meinen Augen besten Team der bisherigen Saison“ zu tun, wie Headcoach Pascal Heinrichs warnt. Die Hessen gingen – ebenso wie wir – in ihren ersten beiden Partien jeweils als Sieger vom Parkett: mit 92:78 gegen die Sunkings Saarlouis und mit 94:80 in Bensheim. „Außerdem haben sie eine super Vorbereitung gespielt“, meint Heinrichs und ergänzt: „Für mich gehören sie definitiv zu den Top-Favoriten auf den Titel.“
24-jähriger Headcoach
Aus diesen Ambitionen wird auch in Gießen selbst kein Hehl gemacht. Der erst 24-jährige Kai Schallenberg, der die Pointers seit diesem Sommer als Headcoach anführt, sagte im Vorfeld der Saison, dass er mit seiner Mannschaft in die Playoffs kommen wolle. Er gibt außerdem die spielerische Philosophie vor: eine Offense mit viel Tempo und eine aggressive Defense. Ein Stil, der dem der Panthers also sehr nahe kommt. „Gießen ist so ein bisschen das Gegenteil von Stuttgart“, zieht Coach Pascal den Vergleich zu dem Gegner, den man in der heimischen Deutenberghalle am vergangenen Sonntag mit 69:67 besiegte.
Ein besonderes Augenmerk wird die Panthers-Defense am Samstagabend auf Drago Crnjac legen müssen. Der Neuzugang vom ProB-Ligisten TV Langen war mit 28 Punkten der Top-Scorer zum Saisonauftakt gegen Saarlouis. Einem anderen Neuankömmling, Kevin Strangmeyer, gelang in beiden Saisonspielen jeweils ein „Double-Double“: 16 Punkte und 14 Rebounds gegen die Sunkings sowie 21 Zähler und zehn Rebounds gegen Bensheim.
Junge Talente
Doch nicht nur Crnjac und Strangmeyer sind besonders heiße Gefahrenherde. Auch der niederländische Guard Nino Vrencken und der US-Amerikaner Grady Lewis sind Leistungsträger der Hessen. „Und sie haben einen sehr guten, jungen Kern, der aus der NBBL nachrückt. Sie sind ein athletisches, dynamisches Team, bringen aber trotzdem viel Erfahrung mit“, so Heinrichs über den kommenden Gegner.
Es wartet also eine alles andere als einfache Aufgabe auf die Panthers – zumal die erste Auswärtsfahrt der Saison direkt eine lange ist. „Da müssen wir ankommen und direkt wach sein“, fordert der 37-jährige Headcoach von seinen Schützlingen. „In Gießen will man nicht einem Rückstand hinterherlaufen müssen.“
Kampf um die weiße Weste
Personell kann Coach Pascal für das Gastspiel bei den Pointers voraussichtlich aus dem Vollen schöpfen: „Wir hatten diese Woche Probleme mit Krankheiten und kleineren Verletzungen, aber ich gehe davon aus, dass alle dabei sind“, so Heinrichs. Das Spitzenspiel kann aus Schwenninger Sicht also kommen. Panthers oder Pointers – eines der beiden Top-Teams wird am Samstagabend seine weiße Weste ablegen müssen.

