Am dritten Regionalliga-Spieltag mussten die Black Forest Panthers im Auswärtsspiel gegen die Gießen Pointers erstmals als Verlierer vom Parkett gehen. Trotz eines fulminanten ersten Viertels verlor man die Partie am Ende knapp mit 85:90.
Joseph und Luka in der Starting Five
Schon im ersten Viertel des Auswärtsspiels bei den Gießen Pointers deutete unser Neuzugang Joseph Locandro an, dass er eine enorme Verstärkung für die Black Forest Panthers sein könnte. Starke elf Zähler erzielte der 24-jährige Australier in den ersten zehn Minuten. 21 Punkte waren es am Ende für den 2,06 Meter großen Big Man, der bei seinem Debüt direkt an der Seite von Benedikt Hoppert in der Starting Five stand. In dieser ersetzte außerdem Luka Perica den unter der Woche krankheitsbedingt angeschlagenen Kapitän Paul Isbetcherian auf der Position des Point Guards. „Pauli konnte nicht so viel trainieren. Luka hat dafür sehr gut trainiert, also wollte ich ihm diese Chance geben“, erklärte Headcoach Pascal Heinrichs diese personelle Entscheidung.
30 Punkte im ersten Viertel
Locandro verhalf uns im Duell der bis dato noch ungeschlagenen Top-Teams zu einem fulminanten Start: 30 Punkte im ersten Viertel und eine Zehn-Zähler-Führung. Diese schmolz im weiteren Spielverlauf allerdings langsam, aber sicher dahin. Die Pointers kämpften sich bereits im zweiten Viertel zurück in die Partie, auch wenn die Panthers mit einer 49:43-Führung noch einigermaßen komfortabel in die Kabine gingen. „In der ersten Halbzeit haben wir die Partie ganz gut kontrolliert, haben unser Spiel durchgezogen“, war auch Coach Pascal zunächst zufrieden mit der Vorstellung seiner Schützlinge.
Überragender Strangmeyer
Nach dem Seitenwechsel setzte sich der Trend jedoch fort. „Wir haben Panik bekommen und waren nicht mehr aggressiv genug – weder in der Defense noch in der Offense“, so Heinrichs. Die Gastgeber gingen Ende des dritten Viertels erstmals wieder in Führung – und blickten nicht mehr zurück. Vor allem Kevin Strangmeyer, der elf seiner am Ende 17 Punkte im vierten Viertel erzielte , stellte die Panthers-Defense vor massive Probleme. Im Allgemeinen stellte sich die kollektive Feuerkraft der Pointers als zu viel heraus. Neben Strangmeyer erzielten auch der niederländische Guard Nino Vrencken und der US-Amerikaner Grady Lewis jeweils 17 Zähler. Auf unserer Seite kamen in der entscheidenden Phase außerdem personelle Probleme hinzu. Arik Nicholas holte sich drei Minuten vor der Schlusssirene sein fünftes Foul ab und Locandro musste kurz zuvor nach einem Kampf um den Ball unter dem eigenen Korb leicht humpelnd ausgewechselt werden.
„Gießen hat sich dann zu Hause in einen Rausch gespielt“, sprach Coach Pascal nach der Partie dem starken Gegner ein Kompliment aus. „Sie sind eine super Mannschaft, also müssen wir diese Niederlage akzeptieren. Jetzt müssen wir einfach weiterarbeiten“, so das Fazit des Schwenninger Headcoachs.
Panthers-Statistik
Burgunder (32:05 Minuten/14 Punkte), Minguillon (27:17/5), Hoppert (25:52/8), Nicholas (23:39/10), Isbetcherian (22:45/11), Locandro (22:35/21), Neunzling (17:53/6), Danilovic (17:03/8), Perica (07:08/2), Schinkarew (03:37/0).

